Stoffauswahl

Numerische Anforderungen an die Wasserqualität oberirdischer Gewässer und Erweiterung Monitoringprogram

Am 1. April 2020 trat die revidierte Gewässerschutzverordnung (GSchV) in Kraft,  in der für ausgewählte organische Mikroverunreinigungen ökotoxikologisch basierte numerische Anforderungen festgelegt sind. Zur Auswahl der 22 Stoffe, basierend auf den 80 Stoffvorschlägen der beiden Beurteilungskonzepte zu Punktquellen und diffusen Einträgen (Götz et al. 2010, Wittmer et al. 2014), hat die Plattform Wasserqualität unter Federführung des BAFU massgeblich beigetragen. Zurzeit wird überprüft ob es weitere Stoffe, insbesondere Pestizide, aber auch Arzneimittel und Industriechemikalien, gibt, welche relevant für die Gewässer sind und für welche es wichtig wäre, dass in Zukunft ökotoxikologisch basierte Anforderungen zur Verfügung stehen und gesetzlich verankert werden. Weiter potentiell relevante Stoffe werden ausserdem für die Aufnahme ins nationale Monitoringprogram NAWA TREND MV in Betracht gezogen.