Erfassung und Beurteilung der Oberflächengewässerqualität

Die Gewässer und ihre Lebewesen können durch verschiedene Belastungen beeinträchtigt sein, allen voran durch den Eintrag von unerwünschten Stoffen, ökomorphologische Defizite und den Auswirkungen der Wasserkraftnutzung.

Die Erfassung der Qualität oberirdischer Gewässer ist in der Schweiz Aufgabe der kantonalen Vollzugsbehörden. Stellt der Kanton Defizite in der Qualität fest, müssen laut Gewässerschutzverordnung die Ursachen ermittelt und Massnahmen eingeleitet werden.

In der Schweiz existiert ein Basisnetz an Methoden (MSK) und Untersuchungen (NAWA) für die Beurteilung der Oberflächengewässer.  Aber sowohl die Erfassung und Beurteilung wie auch die Identifizierung von Ursachen stellen in vielen Bereichen eine grosse Herausforderung dar. Beispielsweise muss geklärt werden, welche chemische Stoffe für die Gewässerlebewesen problematisch sind und daher in den Monitoringprogrammen gemessen werden müssen. Hinzu kommen neue Herausforderungen wie der Klimawandel und dessen oft noch unbekannten Einfluss auf die Gewässerlebewesen. Diese Themenfelder beschäftigen derzeit auch Wissenschaftler*innen. Sie erforschen Zusammenhänge und entwickeln neue Technologien für die Gewässerbeurteilung, wie beispielsweise die Erfassung der Gewässerlebewesen anhand Umwelt-DNA.

Um die Herausforderungen anzupacken, offene Fragen zu lösen und die Chancen zu nutzen, ist ein ständiger Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Forschung, Behörden sowie auch Privatunternehmen nötig. Zu diesem Zweck gründeten die Eawag, das BAFU und der VSA die Plattform Wasserqualität.